Ausstellung vom 01.03.2018 bis 30.05.2018

Vernissage

Eröffnung: Donnerstag, 01. März 2018 um 18:00 Uhr 
im Justizzentrum Mainzer Str. 124, 65189 Wiesbaden
Begrüßung und Ausstellungseröffnung: Rolf Hartmann
Laudatio: Ellery Kovanda (Edwin Kovanda)
Musik: Torsten Hampel
Die Ausstellung ist bis 30.05.2018 montags bis freitags von 08:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet.

Über Tatiana Tarabrina

Künstlerisches Arbeiten ist ja immer ein Suchen und Experimentieren; der Künstler, die Künstlerin, kommt niemals an ein Ziel, an dem er sich ausruhen könnte.

Tatiana Tarabrina versucht mit ihren Bildern beim Betrachter etwas in der Seele zum Schwingen zu bringen. Sie macht uns aufmerksam auf Dinge, die wir sonst nicht oder ganz anders wahrnehmen, sie erfrischt unseren Blick auf die Welt und hebt uns ein Stück heraus aus unserem Alltagstrott.

Die Farbe ist sehr pastos aufgetragen, mit dem Spachtel, oft auch mit dem Finger, und bildet regelrecht ein Relief. Wir sehen durchaus auch viele Farben – ohne dass man ihre Bilder als knallig oder bunt würde.
Wir sehen und können nachvollziehen, wie die Künstlerin ihr Werkzeug geführt hat, wie sie aus Farbe den Ausschnitt erschaffen hat, den sie uns auf der Leinwand präsentiert. Diese Strukturen zeigen uns die Energie, die in diesen Bildern steckt und sich hier eindrucksvoll einen Weg bahnt. Auf dem Bild sehen wir den Zürichsee.

Tatiana Tarabrina, Bild Zürichsee
Tatiana Tarabrina, Bild Zürichsee

Aber es kommt bei Tatiana Tarabrina nicht darauf an, ein Motiv im klassischen Sinne naturgetreu wiederzugeben. Sie lädt uns ein, nicht in Gegensätzen zu denken, sondern die Welt als ein Ganzes wahrzunehmen. Sie zeigt uns ihren künstlerischen Blick auf die Wirklichkeit. Damit können uns die Arbeiten von Frau Tarabrina durchaus eine Schule des Sehens sein, eine Erweiterung unserer Perspektive auf die Welt.

Über Edwin Kovanda

Ich bin Jahrgang 1951. Ich arbeite als freiberuflicher Englischlehrer in der Erwachsenenbildung. In meiner Freizeit schreibe ich und male. Zu Acryl bin ich gekommen über Bleistift, Aquarell, Tinte, Tusche. Jetzt liebe ich Acrylfarben – sie entsprechen am besten meiner Natur.

Meine Bilder male ich mit Acrylfarben auf Leinwand oder handgeschöpftem Papier. Die Farbe ist mit Pinsel ziemlich dick aufgetragen - damit entsteht eine kräftige, reliefähnliche, rauhe Oberfläche. Figuren sind nur skizziert, Landschaften mit einer Mischung von kräftigen Farben, die nur in ihren Ansätzen sich ineinander verlieren.

Ich verknüpfe meine Bilder eng mit lyrischen Texten, die in meiner Muttersprache Englisch verfasst sind. Die Verbindung von Bild und Text erinnert mich an 3D-Kommunikation, bei der der poetische Ausdruck dem Bild eine dritte Dimension verleiht. Eine Art der Kommunikation, die Gedanken viel Kraft verleiht.

In meiner Arbeit mit Schülern rede ich viel über Themen, die mich besonders bewegen, die mich nicht loslassen. Der Umgang mit der Umwelt - mit der Erde, die Bereitschaft die Welt aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, unsere Geschichte und Zukunft. Das sind einige der Themen die mich beschäftigen, die mir Sorgen machen.

Edwin Kovanda, Bild Acrylfarben auf Leinwand
Edwin Kovanda, Bild Acrylfarben auf Leinwand