Ausstellung vom 14. September bis 27. November 2020

Leider dürfen wegen der Corona-Krise bis auf Weiteres keine Vernissagen stattfinden. Die Ausstellungen können jedoch in Kleingruppen von maximal fünf Personen & dem Künstler oder einem Galeriemitglied während der Öffnungszeiten des Justizzentrums besucht werden. Kontakt bitte über die Mail-Adresse galeriejustizzentrum@vg-wiesbaden.justiz.hessen.de aufnehmen.

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< anscheinend durchscheinend > von Beate F. Merkel

Die Ausstellung ist vom 14.09.2020 bis 27.11.2020 montags bis freitags von 08:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet.

Beate F. Mertel

studierte Geographie, Botanik und Bodenkunde, arbeitete anschließend viele Jahre im kommunalen Umweltschutz. Von 2011 bis 2016 studierte sie Kunst und Kunstgeschichte in Mainz, fand den Schwerpunkt ihres künstlerischen Schaffens in der zeitgenössischen Botanischen Kunst. Durch die Faszination für die pflanzliche Welt findet sie in der Vielgestaltigkeit der Natur eine immerwährende Inspirationsquelle. Sie gibt den Pflanzen ein Höchstmaß an Aufmerksamkeit und setzt sich für die ökologische Aufwertung von städtischen Räumen ein. Aktuelles Hauptanliegen ihrer künstlerischen Arbeit ist der Schutz der Natur mit dem Erhalt und der Wertschätzung der Flora und ihrer Artenvielfalt.

Beate F. Mertel lebt und arbeitet in Nieder-Olm, Rheinhessen.

Der Fokus liegt auf der Natur, genauer gesagt auf dem Wildwuchs. Ein stetes Anliegen der Künstlerin Beate F. Mertel, die sich seit Jahren dem Themenbereich der zeitgenössischen botanischen Kunst widmet. Jede Pflanze ist einzigartig und muss als schützenswert angesehen werden. Vor diesem Hintergrund entstehen ihre Werke in Mixed Media Technik, denen sowohl eine expressive als auch genau beobachtende Arbeitsweise zugrunde liegt.

In der Ausstellung < anscheinend durchscheinend > zeigt die Künstlerin die Bandbreite ihres künstlerischen Schaffens. Malerei, Zeichnung, Druck, Fotografie – teilweise in Mischtechnik miteinander verbunden. Schicht für Schicht entstehen ihre Arbeiten, Farbigkeit wird zurückhaltend eingesetzt. Malgründe sind Fotos, Papiere, Holz- und Glasplatten. Oft kombiniert sie Naturstücke und Naturszenerien mit Ausschnitten verlassener, versiegelter und öder Orte im städtischen Raum. Mit Acryl oder Gouache beginnend, arbeitet sie je nach Bedarf weiter mit Tuschen oder Kreiden, integriert Collagen und Textfragmente. Fotografien verschmelzen mit Malerei, Druck, Zeichnung. Bei ihren teils großformatigen Papierarbeiten nutzt sie einfache Gebrauchspapiere, ganz im Sinne der Nachhaltigkeit. In ihrem aktuellen Projekt lässt sie die Natur durchscheinend und fragil wirken, eingezwängt in Glaskörpern, als ein Symbol für die Zerbrechlichkeit unserer Ökosysteme.