Ausstellung vom 06.08.2015 bis 30.10.2015

Vernissage 

Eröffnung: Donnerstag, 06. August 2015 um 18:00 Uhr 
im Justizzentrum Mainzer Str. 124, 65189 Wiesbaden
Begrüßung und Ausstellungseröffnung: Dr. Egon Christ
Grußwort: Dr. Christoph Gebhardt
Zu den Arbeiten sprechen: Jörg Faber und Dipl. ing. Volker Seidel
Musik: Diana Kabus
Die Ausstellung ist bis 30.10.2015 montags, dienstags, mittwochs, freitags von 08:00 bis 16:45 Uhr, donnerstags von 08:00 bis 17:30 Uhr geöffnet.

Naturwelten

Fotografie Peter Faber

Die Freude an der Natur und die Begeisterung für die Fotografie – für den Juristen Peter Faber wurden sie nach Beendigung seines aktiven Berufslebens in der hessischen Verwaltungsgerichtsbarkeit, zuletzt als Präsident des Verwaltungsgerichts Wiesbaden, zu einem der Mittelpunkte seines Lebens. Er befasste sich mit der neuen digitalen Technik, die er aber in seiner Fotografie nie zu sehr in den Vordergrund treten ließ. Sein besonderes Interesse galt vielmehr Fragen der Bildgestaltung und Bildkomposition. Seine Fotos entstanden bei verschiedenen Workshops und Reisen, überwiegend aber in seiner Heimat, in Taunusstein und Umgebung. Im Jahr 2012 zeigte Peter Faber erstmals seine Naturfotos in der Galerie im Justizzentrum. Er leitet die Fotogruppe im Seniorenkulturkreis Taunusstein.

Die Natur - Peter Faber sieht in ihr eine Welt voller Farben und Formen. Und die Naturfotografie ist für ihn ein Teil des Erlebnisses dieser Natur. Seine Fotos sind für ihn nicht nur Dokumentation, vielmehr geht es ihm darum, mit den Mitteln fotografischer Bildgestaltung die Schönheiten und Besonderheiten der vielfältigen Welten der Natur darzustellen und zu ästhetisch ansprechenden Bildern zu gelangen. Seine Fotos führen durch die unterschiedlichsten Teile der Natur. Er zeigt Vögel, Schmetterlinge, Libellen, Pflanzen und Landschaften.

Die Welt des Waldes - zu ihr fühlt sich der Fotograf besonders hingezogen. Der Wald, das ist für Peter Faber ein Bereich der Ruhe, der aber durch seine Lichtstimmungen sowie seine Farben und Formen fasziniert. Einen ganz anderen Ansatz findet er in einer Bilderserie, die er unter die Überschrift „Unkraut - Unkraut?“ stellt . Die Schönheit vieler Wildkräuter ist für ihn hier ebenso ein Thema wie die Wichtigkeit dieser Pflanzen im Rahmen des Naturgeschehens. Auch eine „Welt der Kleinen“ gibt es. Hier führt Peter Faber die Schönheiten einer Welt vor Augen, deren Bewohner so klein sind, dass sie oft überhaupt nicht wahrgenommen werden.

Ölmalerei Dr. Dagmar Kube

geb. in Würzburg, 1960 Abitur, danach Ausbildung zur Volljuristin, Promotion in Heidelberg, 1970 Justizdienst in Baden-Württemberg, 1975 Wechsel nach Hessen zum AG Wiesbaden, vorwiegend als Jugendrichterin tätig; seit 1989 Vizepräsidentin des AG Wiesbaden bis zur Pensionierung 2006. Ab 2006 Leiterin der 3 Malgruppen des Senioren Kulturkreises Taunusstein mit ca. 50 Malerinnen und Malern.

Seit ihrer Kindheit beschäftigt sich Dagmar Kube intensiv mit Malerei, mit Technik, Theorie und Kunstgeschichte. Während des Jurastudiums besuchte sie zahlreiche Malklassen und Übungen, insbesondere an den Universitäten in Lausanne und London. Auch während ihrer Berufstätigkeit blieb das Malen ein ständiger Begleiter mit der Bedeutung des Abtauchens in eine Welt der Kreativität und der „Freude am Gelingen“. Da Malen eine mentale Anstrengung und schöpferische Energie verlangt, zugleich Muße und innere Konzentration voraussetzt, war dies jedoch zeitweilig nur begrenzt möglich. Als Malmittel wurden Aquarellfarben, Tusche, Pastellstifte und Kohle bevorzugt. Erst nach der Pensionierung und der damit gewonnenen Zeit beschäftigte sich Dagmar Kube intensiver mit der Ölmalerei und vertiefte ihr Know-how. Nach ihrer Meinung hat keine andere Farbe diese Geschmeidigkeit, Brillanz, diesen satten, warmen Farbton wie die Ölfarbe.

Die in der Ausstellung gezeigten Bilder sind inspiriert durch die Natur: die verinnerlichten Eindrücke setzen bei der Malerin einen Reflexionsprozess in Gang, die Bilder entstehen in der Imagination, wobei die gesehenen Formen und Farben geändert und für die bildliche Wiedergabe eingerichtet und überhöht werden, sei es, um eine bestimmte Atmosphäre einzufangen oder im Betrachter ein weites Feld für bisher nicht Bemerktes , die Phantasie anregendes zu eröffnen.

Dagmar Kube: „ Wenn ich auf ein Bild blicke, dann möchte ich gerne, dass sich mein Herz erfreut oder zumindest berührt wird. Kummervolles und Trauriges gibt es genug im Leben.“