„zwischen innen und außen“ von Sabine Stange

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Sabine Stange: Berlinreise
Sabine Stange: Berlinreise

Der Hessische Verwaltungsgerichtshof freut sich sehr, mit der nächsten Ausstellung die experimentelle Fotografin Sabine Stange begrüßen zu dürfen, die Ansichten zwischen innen und außen, visuelle Reflexionen über Transparenz und Spiegelung zeigen wird.

Die Ausstellung ist in der Zeit vom 8. Juli 2015 bis zum 28. August 2015 im Lichthof des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs, Brüder-Grimm-Platz 1, 34117 Kassel, zu sehen. Die Öffnungszeiten sind vom Montag bis Donnerstag in der Zeit von 9.00 Uhr bis 15.00 Uhr und Freitag in der Zeit von 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr.

Die Ausstellungseröffnung ist am Mittwoch, den 8. Juli 2015, 17.00 Uhr.

Die Ausstellung wird durch den Präsidenten des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs, Herrn Dr. K.-Hans Rothaug eröffnet werden. Die Kunsthistorikerin Frau Susanne Jakubczyk wird in die Ausstellung einführen, für die musikalische Begleitung sorgt Dieter Schäfer am Piano mit jazzischen Klängen.

Sabine Stange studierte von 1970 bis 1977 an der Hochschule für bildende Künste Film/Fernsehen und Kunstpädagogik und war von 1980 bis 2013 als Kulturpädagogin im Bereich schulische und außerschulische Bildung sowie als Kulturmanagerin im Bereich Kulturpädagogik und Interkultur tätig. In Kassel dürfte sie dem kulturell interessierten Publikum neben ihren eigenen Arbeiten insbesondere auch durch ihre Arbeit als Kunstorganisatorin im Kunstbalkon e.V. bekannt sein.

Ihre künstlerischen Schwerpunkte setzt Sabine Stange in der experimentellen Fotografie sowie in Rauminstallationen. Mit ihrem Arbeitsprinzip „Schauen, Sammeln, Sichten, Sortieren, Gestalten“ beschäftigt sie sich immer wieder mit den Phänomenen des Wahrnehmens und den in diesem Zusammenhang relevanten Themen von Identität und Sein.
Sabine Stange hat diverse Ausstellungen im In- und Ausland gestaltet, ihre künstlerische Arbeit hat sie nach Italien, China, Brasilien, Japan und in diverse deutsche Städte geführt. Arbeitsaufenthalte hatte sie in Los Angeles, Berlin und Florenz.

Mit den im Lichthof ausgestellten Werken befasst sich Sabine Stange mit dem Motiv des Fensters als ältestem in der Motivgeschichte der bildenden Kunst verwendeten Motivs. Von außen gesehen markiert das Fenster eine Sichtbarriere nach innen. Von innen aus gesehen markiert es ein Bildfeld, das den Blick nach draußen eingrenzt und fokussiert. Das Glas des Fensters gewährt einen Einblick von außen nach innen und gleichzeitig öffnet sich durch die auf die Oberfläche des Glases auftreffenden Licht- und Sonnenstrahlen ein – manchmal sich unendlich dehnender – Bildraum, der die Menschen und Dinge vor dem Glas in den Bildraum integriert und sie nach kurzer Zeit – bedingt durch das Wandern von Licht und Sonne – aus diesem wieder hinausschiebt.

Die ausgestellten Fotografien halten diese flüchtigen Begegnungen des Innen und Außen fest, die nur im Moment des Fotografierens vorhanden und kurz darauf wieder verloren sind.

Spiegelungen von Sabine Stange
Spiegelungen von Sabine Stange

Der Hessische Verwaltungsgerichtshof freut sich sehr, mit Sabine Stange eine so vielseitige und experimentierfreudige Künstlerin begrüßen zu dürfen.

Katrin Lehmann
Richterin am Hess. VGH
- Kunstbeauftragte -