Nils Klinger "Demarkation"

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Nils Klinger "Demarkation"

Der Hessische Verwaltungsgerichtshof freut sich sehr, seine Ausstellungsreihe, die ihre Anfänge im Lichthof am Brüder-Grimm-Platz hatte, nun in den neu eröffneten Räumlichkeiten des Justizzentrums in der Goethestraße 41 - 43 in Kassel fortsetzen zu können.

Mit der 77. Ausstellung wird ein neues Kapitel aufgeschlagen, dieses mit dem aus Kassel stammenden und hier arbeitenden herausragenden Künstler und Fotografen Nils Klinger.

Nils Klinger wird seine Ausstellung „Demarkation“ vom 19. Juni 2019 bis zum 20. September 2019 in den neu eröffneten Räumlichkeiten des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs/Justizzentrum, Goethestraße 41 - 43, 34119 Kassel, zeigen. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Donnerstag in der Zeit von 09.00 Uhr bis 15.00 Uhr und Freitag von 09.00 Uhr bis 13.00 Uhr.

Die Ausstellungseröffnung ist am Mittwoch, dem 19. Juni 2019, 17.00 Uhr.

Die Ausstellung wird durch den Präsidenten des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs, Dirk Schönstädt, eröffnet werden.

Die Einführung in die ausgestellten Werke übernimmt der Regisseur und Dokumentarfilmer Klaus Stern.

Nils Klinger studierte von 1996 bis 1998 Kunstwissenschaft, Psychologie und Geschichte an der Universität Kassel. Von 1998 bis 2006 schloss sich ein Studium der Fotografie an der Kunsthochschule Kassel bei Prof.Bernhard Prinz und Prof.Floris Neusüss an. Der künstlerische Abschluss mit Auszeichnung erfolgte im Jahr 2006 bei Prof.Bernhard Prinz, Prof.Nicolaus Ott & Prof.Bernhard Stein. 2007 war Nils Klinger Meisterschüler bei Prof. Bernhard Prinz. Nils Klinger hat diverse Preise und Stipendien erhalten und an einer Vielzahl von Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland teilgenommen. Vielen aus der Kasseler Kunstszene dürfte er mit seinen Arbeiten eindrücklich vor Augen stehen.

Wenn uns der König nicht ziehen lässt,
sprach Daedalus zu seinem Sohn Ikarus,
bauen wir uns Flügel wie die Vögel und
fliegen in die Freiheit.

Ikarus stürzte vor den Augen seines Vaters ins Meer und starb.
Ovid

„Demarkation“ befasst sich mit Fluchtversuchen entlang der ehemaligen innerdeutschen, als auch der Berliner Demarkationslinie. Diese wurden anhand von NVA-Protokollen und Zeitzeugen-Interviews ausgewählt und in einen Bild-Text-Betrachter Kontext gestellt. Entstanden sind hierbei Abbildungen unbekannter Orte, die in verstörendem Gegensatz zu der Geschichte stehen, die sie zu erzählen haben. Erzählt werden individuelle Schicksale von Menschen mit Hoffnungen und Träumen, die zumeist ein tragisches Ende fanden. Die Geschichten aus der gesamtdeutschen Vergangenheit haben an Aktualität nichts eingebüßt, wie die ungezählten Schicksale von denjenigen belegen, die heute vor Krieg, Hunger, Armut oder Unterdrückung fliehen.

Der Hessische Verwaltungsgerichtshof freut sich sehr, Nils Klinger als Künstler in der neu errichteten Galerie im Hessischen Verwaltungsgerichtshof begrüßen zu dürfen. Mit seiner Arbeit „Demarkation“ wird er einen vielversprechenden Auftakt für die Fortsetzung der Ausstellungsreihe im Hessischen Verwaltungsgerichtshof bieten.

Katrin Lehmann
Vorsitzende Richterin am Hess. VGH
Kunstbeauftragte